Emotional Unpacking

Februar 10, 2009

Kennt ihr das nicht auch…?

Man kommt heim, der Freund voll bepackt mit Tüten, die alle randvoll mit lebensnotwendigen Kleinigkeiten sind und ist schon voller Vorfreude sie endlich auspacken zu dürfen.

So geht es mir jedenfalls, wenn ich mal wieder vom Shoppen nach Hause komme…

Meine euphorischsten „Emotional Unpacking“-Erlebnisse habe ich persönlich immer bei MAC. Bei mir beginnt die Vorfreude eigentlich schon mit dem Gedanken, dass ich heute zu MAC gehe und mir mal wieder etwas gönne. Dann denke ich daran, wie die ganzen kleinen schwarzen Päckchen in den Regalen stehen. Quadratisch, länglich, rund….. und freue mich immer mehr auf den Moment, wenn die hübsche blonde Verkäuferin, meine neuen Schätze in die Tüte packt…Leider betrübt mich der Gedanke dann doch immer ein wenig, dass es noch eine Weile dauern wird, bis dieser Moment endlich eintritt…

Aber endlich im MAC Store angekommen bin ich voller Euphorie und mein Freund bereits voller Verzweiflung, da ich ihm während des gesamten Weges zu MAC mindestens 15 mal meine heutige Einkaufsliste aufgezählt und natürlich eine ausführliche Beschreibung geliefert habe, warum und weshalb ich UNBEDINGT noch einen Lidschatten in schimmerndem Grau, einen weiteren Tinted Lipglass, ein….. haben muss.

Während er es sich also auf den Sesseln bequem macht und ich …. hmm, überspringen wir diesen Teil und kommen mal an dem Punkt an, wo es ums Auspacken geht.

Fangen wir an bei dem Gefühl, das sich in den Fingerkuppen regt, wenn die nette blonde Verkäuferin mir die Tüte reicht. Zunächst einmal muss ich sagen, ich finde die Tüten wirklich schön. Obwohl sie eigentlich das Format einer ganz gewöhnlichen kleinen Tüte, wie man sie beispielsweise bei DM an der Kasse bekommt, sieht sie trotzdem sehr edel aus und fühlt sich auch so an.

Dieses elegante Schwarz mit dem minimalistischem Logo von MAC auf der Einen und die durchsichtige andere Seite der Tüte, durch die man ganz unabsichtlich und  unauffällig der Welt mal eben so zeigen kann, was man sich gerade eben gegönnt hat, signalisiert die gleiche Klasse, wie der Salamander auf einem Wiesmann.

Und dann noch das Gefühl, dass man zwischen den Fingern hat. Das fühlt sich nicht an wie Plastik, eher so wie, bleiben wir doch bei den Auto-methaphern, wie frischer Lack direkt nach einer Politur. Ganz sanft und weich, aber gleichzeitig unheimlich glatt und elegant…

Nach dem mein Freund nach 3 Stunden allmählich einfach keine Lust mehr hat mit mir auch noch die zweite Filiale von Juppen oder einen weiteren Douglas durchzustöbern und ich einsehe, dass ich nun lang genug der Welt meine neuen Schätze (wohl bemerkt immer noch ungeöffnet, in einer Tüte verpackt) vorgeführt habe und ich auch langsam das Gefühl beim Tragen der Tüte gegen das neue euphorische Gefühl  beim Auspacken der kleinen Schächtelchen eintauschen möchte, machen wir uns ziemlich schnell auf den Weg nach Hause.

Der Schlüssel ist umgedreht, ich husche an meinem Freund vorbei direkt ins Schlafzimmer, befreie mein Bett von meinen Klamotten, der vergessenen Müslischüssel von heute morgen und dem anderen Krimskrams, der da noch so rumfliegt, damit ich nur von meinen Schätzen umgeben ganz ihn Ruhe das Auspacken genießen kann.

Langsam und behutsam, so dass den Schächtelchen nichts passiert, hole ich Eins nach dem Anderen aus der Tüte heraus. Ich kann vor Euphorie gar nicht mehr klar denken…. kennt ihr das Gefühl…, es ist wie frisch verliebt oder das unerwartete „AH-Gefühl“, wenn zum Geburtstag auf einmal alle Freunde im Wohnzimmerstehen. Ein überdimensionales Glücksgefühl.

Das Gefühl beim Anfassend der Päckchen ist ganz gegensätzlich zur Tüte – ganz matt, nicht rau, sondern ganz ganz sanft…man könnte sagen es ist so, wie Samt. Es ist herrlich die länglichen Verpackungen zwischen den Fingern hin und her zu schieben.

Ganz besonders gut gefällt mir die stilvolle Aufmachung, sie ist schlicht , wie die Flasche eines Absolut, ganz rein und minimalistisch gehalten und wirkt trotzdem…oder wie ich finde, gerade deswegen unheimlich fein und elegant. Und so farbig, wie sich der Schriftzug bei den verschiedenen Absolutgeschmacksrichtungen ändert, hat man ein wunderschönes Farbenspiel, wenn man  vor sich verschiedene Puder aufreiht. Das kleine runde Fenster in den Päckchen ermöglicht, wie durch die Scheiben eines Wiesmanns das Innenleben zu betrachten. Das man es dadurch Zweifels ohne überhaupt nicht mehr abwarten kann, endlich einzudringen und durchzustarten.

Das „Knack“ mit dem sich das Päckchen öffnet ist ebenso angenehm, wie das Gefühl, wenn man das Schächtelchen, dass nun zum Vorschein kommt in den Händen halt. Es fühlt sich genauso sanft und schön an, wie das Päckchen aus dem kommt. Mit einem weiteren „Klack“, öffnet sich der Deckel/Kappe ( je nach dem für welches der viele Produkte man sich entschieden hat).

Endlich kann man an seinem ganz eigenen neuen Lidschatten, Rouge, Mascara….schnuppern, die Textur fühlen und ausprobieren wonach einem gerade der Sinn steht. Es ist wie Urlaub am  Strand, man riecht das Meer, spürt den Sand und kann tun was man möchte, ob relaxen in der Hängematte oder in die bunte Welt der Korallen hinabtauchen. Es ist ein herrliches Gefühl!

Ich versuche meine „Emotional Unpacking“ -Erlebnisse immer so lange wie möglich zu genießen, da ich aber weiß, das mein Freund sich nach „unseren“ Shoppingtouren immer so fertig fühlt wie Mike Tyson, widme ich mich ihm den restlichen Abend und verschiebe das Ausprobieren auf einen anderen Zeitpunkt und verbleibe mit der Euphorie des Auspackens.

5 Antworten to “Emotional Unpacking”

  1. Glamourlady said

    Also so vom Prinzip her ist der Blog hier ja mal ne richtig geile Idee , sehr „sex and the „aber naja der Vergleich ist bestimmt kein zufall. Aber trotzdem muss ich direkt mal , da ich auch ein MAC Girl bin sagen, MAC schreibt man nicht mit Ä das Logo hat zwar zwei Punkte aber bei genauem hinsehen fällt dann aber auf das die Internetseite sich nicht mit Umlaut schreibt und da es sich um eine US-Firma handelt ist so ein Umalut doch sehr unwahscheinlich😉 nur um dich hier vor Peinlichkeiten zu schützen

    • howtoMAC said

      Hallo Glamourlady,
      vielen Dank für deinen Kommentar.
      Und vielen Dank für den Hinweis. Ich hab nämlich sehr lange überlegt, was jetzt nun richtig ist…hab mich wohl dann für das Falsche entschieden, aber noch ist nichts verloren, kann man ja Alles nochmal ändern.

      Beste Grüße

  2. nomac said

    877 Wörter, um zu beschreiben, wie hübsch die Schächtelchen sind und wie sehr man sich auf das Auspacken freuen kann…
    Bekommst du von MAC Geld dafür?

  3. howtoMAC said

    Hallo nomac
    Danke für den Kommentar

    Zu deiner Frage: Nein ich bekomme kein Geld von MAC, ich bekomme auch keine Produkte oder sonst irgendwelche Vergünstigungen.

    Ich trage nur einfach gerne MAC und schreibe darüber.
    Und ich finde es auch gar nicht so abwegig, dass man sich über das Auspacken von Dingen freut. Wenn man zum Beispiel ein schickes Armband von Tiffany geschenkt bekommt, dann freut man sich – oder zumindest ich freue mich dann schon darüber das hübsche türkisfarbene Schächtelchen zu öffnen. Und ich denke Anderen geht es dabei ähnlich, nur dass vielleicht nicht jeder so euphorisch dabei ist wie ich.
    Vielleicht liegt das auch daran, dass ich nicht jemand von der Sorte Geschenkpapier-aufreißer bin…sondern halt in jeder Lebenslage Genießer.

    Beste Grüße

  4. Naneth said

    Hej MAC🙂

    Obwohl ich so langsam rausgefunden habe, dass MAC wohl etwas mit Kosmetik zu tun haben muss, habe ich selber eigentlich nie etwas damit zu tun..
    Aber, ich liebe Verpackungen. Ich finde, dass die Verpackung die Hälfte des Produkts ausmacht. Deine Schilderung ist echt toll! Mir geht es oft ähnlich, aber mehr wenn ich z.B. nähe und zuerst den Stoff kaufe bis das Produkt endlich fertig ist, aber manchmal auch beim Einkaufen.

    Vielen Dank übrigens für den Kommentar auf meinem Blog, wie hast du ihn überhaupt gefunden?🙂

    Liebe Grüsse
    Naneth

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